'Die szenische Auflösung I und II'
baryt print
98 x 80cm
2013

 


 

 

 







In the photographic work 'The Scenic Dissolution,' the Zentrum Kreuzberg is staged in an unusual way. The appearance is reminiscent of a ruin, a monument, an anticipation of the future, from which you look back at the remains. At the same time, an architectural model has always been something of a sketch; in this case an unfinished and fragmented design.

The starting point of my work is an interest in a staged reality, where the boundaries between real space and scenery are blurred. To achieve this, I use a method from film technology whereby parts of the scene are made in scale-model size to save time and effort. These are then arranged in the camera frame so that they complement the existing backdrop in a plausible way. The correct positioning of the camera to create the right size and perspective shift in both the foreground and the background is critical. In my photographic work, the model fits the proportions of the original architecture, playing out a credible foreground, but denying a symbiosis with the surrounding space. There are sections of the model that cause clear breaks in perspective, at first glance making you think that it is a collage. At second glance, details of the model become visible; this observational and cognitive process when the making-of is unmasked is the actual theme.

In der fotografischen Arbeit ‘Die szenische Auflösung’ wird das Zentrum Kreuzberg in einer ungewöhnlichen Form inszeniert. Die Darstellung erinnert an eine Ruine, an ein Baudenkmal, einen Vorgriff in die Zukunft, aus welcher man auf die Ruine zurückblickt. Gleichzeitig hat ein Modell immer etwas von einem Entwurf, in diesem Fall einem unfertigen bzw. ausschnitthaften Entwurf.

Ausgangspunkt meiner Arbeit war das Interesse an einer inszenierten Wirklichkeit, in der die Grenzen zwischen Realraum und Kulisse verschwimmen. Als Methode benutze ich ein Verfahren aus der Filmtechnik, bei dem Teile der Kulissen in Modellgröße gebaut werden, um Aufwand zu sparen. Diese werden dann so im Bildausschnitt arrangiert, daß sie die vorhandene Kulisse auf plausible Weise ergänzen. Die Positionierung der Kamera und die perspektivische Größenverschiebung im Vorder- und Hintergrund sind dabei von Relevanz. In meiner Fotoarbeit paßt sich das Modell den Größenverhältnissen der originalen Architektur an, spielt sich jedoch in den Vordergrund und verweigert eine Symbiose mit dem Umraum. Es bestehen Schnitte im Modell, die klare Brüche in der Perspektive hervorrufen und auf den ersten Blick an eine Collage denken lassen. Auf den zweiten Blick werden Details des Modells erkennbar; das Making-of wird zum eigentlichen Thema.