Dissolve
wood, cardboard
installation view:
Stedefreund
2008




model
Sinta Werner is interested in projections at the interface between photography, sculpture and architecture. In the piece ’Dissolve’ she responds to Stedefreund’s trapezoidal exhibition space with precisely formed, built-in elements, making the room’s perspectivally skewed configuration the subject of her artistic investigation. Using methods derived from one-point perspective construction, she creates duplications, overlaps and disruptions, both structurally and optically. Alberti’s model of the visual pyramid, the basis for every examination of art up to the present day, is simulated in three-dimensional space, shifting the observer’s perception and the exhibition space itself to the foreground of the analysis. (Carla Orthen) Sinta Werner untersucht Gesetzmäßigkeiten, die grenzübergreifend in fotografischen Bildererzeugnissen ebenso wie in der Skulptur und Architektur eine Rolle spielen. Werner reagiert mit sehr präzisen Einbauten auf den trapezförmigen Ausstellungsraum bei Stedefreund, indem sie dessen perspektivisch verzerrten Grundriß zum eigentlichen Gegenstand ihrer künstlerischen Auseinandersetzung macht. Mit Mitteln, die einer zentralperspektivischen Konstruktion entsprechen, sorgt sie baulich wie optisch für Verdoppelungen, Überlagerungen und Irritationen, die zu Eindrücken von Spiegelung, Verzerrung oder Proportionsverschiebungen führen.Albertis Modell der Sehpyramide, Reflexionsbasis für jede Kunstbetrachtung bis heute, wird von Sinta Werner im dreidimensionalen Raum simuliert und rückt die Wahrnehmung des Betrachters wie den Ausstellungsraum selbst ins eigentliche Zentrum der Analyse.

(Carla Orthen)