Disjunction
diverse materials
installation view:
Goldsmith’s College,
MFA show
2007



floorplan


original changerooms
This installation represents a mirroring, in which architectural elements at the site are reflected and reconstructed. By reproducing the Victorian architecture and the movable walls (that provide a pure exhibition background similar to a White Cube), the particular entanglement and mutual framing of these architectural styles become staged. From the viewpoint at the entrance of the room, one sees the architectural elements cut out into a square shape, referring to the Albertian window, a frame through which a perspectival painting was traditionally composed. The pyramidal shape also evokes the idea of a three-dimensional draft of Renaissance perspective.

Eine Disjunktion ist ein Begriff aus der Semantik und bezeichnet einen Typ von Aussage, bei dem zwei Aussagesätze durch ein ‚oder’ verbunden sind. Die Installation ‚Disjunction’ bezieht sich auf die Oder−Verknüpfung, die dem Spiegel innewohnt − auf der einen Seite die Wirklichkeit, auf der anderen Seite der Bildraum. Ein Spiegel eröffnet einen unwirklichen Raum, der uns jedoch zurückweist auf unsere Existenz im tatsächlichen Raum und uns im Hier und Jetzt verortet.
In der Installation ‚Disjunction’ wird der Eingangsbereich des Ausstellungsraumes zusammen mit den dahinterliegenden Umkleidekabinen des ehemaligen viktorianischen Schwimmbades gespiegelt. Der Spiegel ist in diesem Fall imaginär und der virtuelle Raum hinter dem Spiegel ist materialisiert.
In der Installation ‚Disjunction’ werden die Grenzen zwischen Bild, Skulptur und Architektur aufgebrochen. Die Verschränkung der beiden vorgefundenen Architekturstile wird durch ihre Verdoppelung hervorgehoben. Ist es nun der viktorianische Bau, der als Rahmen für die Stellwände dient, oder sind es die an einen White Cube erinnernden Stellwände, die durch ihre Neutralität die ornamentalen Elemente des Schwimmbades umrahmen?