Along the Sight Lines
MDF, paint
installation view:

'Along the Sight Lines', Nettie Horn
London, 2010

 

 

 

 



'Along the Sight Lines' questions how our notion and experience of space is influenced by medias such as photography, photoshop or virtual reality. We spend a large amount of time in front of the computer screen or in urban places that are dominated by imagery such as photos and advertisement. Images are equal elements of our perceived environment to the natural and built environment.

The installation proposes the spatialization of a double exposure which is something that corresponds to analogue photography or didital imaging / photoshopping. At the same time the installation is the depiction of the exhibition space in 2D. With methods known from perspective construction, projection or anamorphosis the space is transformed into an image. The simulated transparency achieved by painting into the space and its architectural elements, the room looses its material density while the immaterial image of the double-exposure becomes solid through the rebuilt pillars and beams. I'm interested in how software mediates today between lived and represented reality.

'Along the Sight Lines' beschäftigt sich mit der Frage, inwiefern unsere Vorstellung und Erfahrung von Raum durch Medien wie Fotografie, Fotoshop und virtuelle Realität geprägt wird. Diese Medien haben die Wahrnehmung unserer Umgebung fundamental verändert. Wir verbringen einen Großteil unserer Zeit vor dem Computerbildschirm oder im urbanen Raum, der übersät ist von Werbeplakaten.Das Bild sowie das bewegte Bild sind gleichwertige Bestandteile der wahrgenommenen Welt wie reale, d.h. gebaute und natürliche Elemente unserer Umgebung.

Die Installation ist die Verräumlichung einer Doppelbelichtung, wobei die Doppelbelichtung etwas ist, das es nur in der analogen Fotografie bzw. in der digitalen Bildbearbeitung gibt. Zugleich ist die Installation die Verbildlichung des Ausstellungsraumes. Mit Mitteln, die man aus der Perspektivkonstruktion und der Projektion bzw. Anamorphose kennt, wird der Raum in ein Bild verwandelt. Diese Bild funktioniert nur von einem bestimmten Punkt im Raum. Durch die Transparenz und vorgetäuschte Durchsichtigkeit der architektonischen Elemente (Wand, Boden, Säulen, Stahlträger) wird der Raum seiner materiellen Dichte enthoben, während das immaterielle Bild durch kulissenartig nachgebaute Elemente verfestigt wird.