installation views:
abc,
booth Alexander Levy,
Berlin, 2014

 

 

 

 




'Dekodierung der reflektierten Oberflächlichkeit'
collage, wooden frames, LED strips
202cm x 188cm
2014
Ludwig Seyfarth
Im Strudel der Falten: Sinta Werners barocke Bilder moderner Architektur

Die Verdoppelung der physischen Realität durch Scheinräume oder Spiegel ist eine Domäne der Kunst und Architektur des Barock. Die Grenze zwischen Bild und Raum, zwischen Zwei- und Dreidimensionalität steht hier ständig in Frage. Der Raum ist kein einheitlicher, geradliniger Kasten wie bei Albertis Perspektivkonstruktion, sondern erscheint auf vielfältige Weise verzerrt oder gefaltet. Nicht zufällig hat Gilles Deleuze „die ins unendliche gehende Falte“ als „das Charakteristikum des Barock“ bezeichnet.

Doch nicht jeder Epoche steht der Sinn nach Schein und Illusion. Am stärksten bekämpft wurden doppelbödige Augentäuschungsmanöver in der funktionalistisch geprägten Moderne. Für Ideologen des Form Follows Function waren sie ein ebenso großes Verbrechen wie für Adolf Loos das Ornament. Den geometrischen Rationalismus der Moderne mit künstlerischen Mitteln zu analysieren, ist heute fast eine Mode geworden. Seine gestalterischen Bestandteile werden wie ein Baukastensystem auseinandergenommen und neu zusammengesetzt. Sinta Werners Reflexion moderner Architektur geht einen anderen Weg...

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'Überschreibung des Himmels'
collage,
109cm x 82cm
2014